Travel Diary: Valencia, Spain (Part One)

Architektur, Paella und Las Fallas

Valencia, die Geburtsstadt der Paella.
Nicht nur kulinarisch hat sie viel zu bieten, sondern auch kulturell, touristisch und architektonisch.
Super geeignet für eine kurze Reise ..

Mit einer Architektur, die Bilbao Konkurrenz macht; Essen, das so gut ist wie in Barcelona, und eine Hang zu extremen Festlichkeiten ist Valencia eine der dynamischsten kleinen Städte der Welt. -Patricia Schultz

Über die spanische Geschichte speziell über Valencia könnte ich euch jetzt eine Menge erzählen, da ich dass alles mal in der Uni hatte, aber ich will das Thema hier jetzt nicht so vertiefen. Nur so viel, die maurischen Einflüsse von damals, kann man selbst heute in der Stadt noch gut erkennen, vor allem in der Architektur. 500 Jahre Herrschaft haben also ihre schönen Spuren hinterlassen, nachdem die Stadt dann 1238 wieder unter christlicher Herrschaft gelang. Aber auch diese Herrschaft hat Vorteile gebracht, vor allem im 15. Jahrhundert, welches auch als weiteres Goldenes Zeitalter gilt, denn in dieser Epoche ist nicht nur der Miguelet – der Glockenturm der Kathedrale, sondern auch die berühmte Seidenbörse – die Lonja – enstanden.
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Fast jede große Stadt hat ein Viertel, das ein bisschen hip, alternativ und trendy ist, so auch Valencia. Russafa ist gezeichnet von seinen ganzen Künstlern, von vielen
Vintage-Shops und Bars – vor allem aber abends, tanzt hier der Bär.

Untergekommen sind wir im Sohotel Ruzafa in der Gran Via de les Germanies, 32.
Ein sehr schönes, helles und raucherfreies Appartement Hotel mitten im trendigen Russafa, das super Bewertungen im Internet aufweist. Die Leute loben vor allem das freundliche Personal, die zentrale Lage, die sauberen und auch modernen Zimmer, sowie das Preis-Leistungs-Verhältnis. Hierbei kann ich nur zustimmen!
Wifi ist kostenlos bei den Appartements dabei und funktioniert super.
Ein Fahrradverleih findet ihr direkt im Hotel, einfach unten beim Personal nachfragen.
Bis in die Allstadt ist es fünf Minuten Fußweg, bis ins Barrio del Carmen trennen euch 1,4km und zu La Ciudad de las Artes y las Ciencias ca 2,1km.
Das Hotel verfügt über 22 Appartements, die alle super ausgestattet sind:
Flachbildschirm, Klimaanlage, Sitz-und/oder Essbereich, kleine Küche mit Wasserkocher, Herdplatten, Toaster und Mikrowelle.
Sogar Hand – und Badetücher müsst ihr nicht mitbringen, da sie vom Hotel gestellt werden, sowie auch die Bettwäsche. Im Bad findet ihr eine große Dusche und auch einen Haartrockner. Manche Zimmer sind mit einem kleinen Balkon ausgestattet, super um auch mal morgens gemütlich dort zu frühstücken. Wir haben uns einfach die Stühle und den kleinen Tisch aus dem Essbereich dort hingestellt.
Zu dem verfügt das Hotel über eine Sonnenterrasse, nichts spektakuläres, aber es reicht. Tische, Stühle und Aschenbecher für die Raucher. Jedoch habe ich dort in unserer Zeit niemanden sitzen gesehen, da die Terrasse im Innenhof und daher eher im schattigen Plätzchen liegt.
Die Auswahl an Appartements reicht völlig aus, meiner Meinung nach.
Ihr könnt ein Loft Studio für bis zu zwei Personen buchen, sogar für bis zu drei, da in unserem Zimmer ein Doppelbett sowie auch ein Einzelbett vorhanden war.
Ansonsten gibt es für bis zu vier Personen (Erwachsene) die Möglichkeit ein Appartement zu buchen, bei vier Personen (2 Erwachsene, 2 Kinder) ein Studio und bei bis zu fünf Personen das Penthouse-Apartement.
Besucht am besten mal deren Website  oder schaut einfach mal bei Booking.com vorbei.

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paella
Es überrascht einen eigentlich gar nicht, dass die Paella aus Valencia kommt, denn im 8. Jahrhundert wurde auch hier zum ersten Mal der Reis in Spanien angebaut. Und Reis ist bekanntlich die Hauptzutat in einer Paella.
Die Paella Valenciana unterscheidet sich gegenüber der altbekannten Paella dadurch, dass sie nicht mit  Meeresfrüchte angerichtet wird, sondern mit Kaninchenfleisch und Hühnchen, sowie Gemüse. Gelegentlich werden auch kleine Schnecken dazu gegeben.
Die Paella mit Meeresfrüchte wird Paella Marisco genannt. Ihr findet eigentlich an jeder Ecke ein Lokal, in dem ihr die leckeren Paellas vernaschen könnt. Achtet nur darauf, dass  die meisten Lokale die Paellas erst ab zwei Personen servieren, die Preise auf der Karte jedoch in fast allen Fällen nur für eine Person angegeben ist.

 

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ciudad

Die Stadt der Künste und der Wissenschaft, ein architektonischer Gebäude – und Parkkomplex, der einen Besuch auf jeden Fall wert ist. Am schönsten ist es wenn ihr durch das trockengelegte Flussbett des Turía läuft, heute eine sehr schöne Parkanlage (Jardín del Turía).
Eigentlich sahen sie es vor, hier eine Stadtautobahn zu bauen, doch zum Glück der Bewohner und auch der Touristen entstand hier eine schöne Oase. Auf dem Abenteuer Spielplatz auf dem der riesige Gulliver liegt, können sich vor allem Kinder austoben, aber auch Erwachsene finden Spaß daran, einer der großen Rutschen herunterzurutschen. Ansonsten bietet der Park zwischen Palmen und Orangenbäumen super viel Platz, jeder kann hier auf seine Kosten kommen – Jogger, Fahrradfahrer, Familien oder auch Hunde – egal ob man sich sportlich betätigt, ein Nickerchen im Schatten der Bäume hält, ein Picknick mit der ganzen Familie macht, einfach ein bisschen rumradelt oder einen schönen Spaziergang in der Abendsonne macht.

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Aber nicht nur der Jardín del Turía gehört zur ‚Stadt der Künste und der Wissenschaft‘ sondern auch das L’Hemisfèric, L’Umbracle, L’Oceanogràfic, Palau de les Arts Reina Sofía, Museo de las Ciencias Príncipe Felipe und L’Àgora.

Das L’Hemisfèric ist ein 3D Kino und Planetarium und wurde architektonisch als menschliches Auge konzipiert – das Auge der Weisheit. Wenn sich das Gebäude im Wasser spiegelt, kann man das Auge wunderbar erkennen. Aber auch so ist es rein von der Architektur her ein sehr modernes Gebäude.
Gleich dahinter befindet sich übrigens das Museo de las Ciencias.
Ein sehr schöner Ort zum verweilen und entlangschlendern.

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L’Umbracle das valencianische Wort für Sonnendach bzw Schattenhaus, ist einer meiner Lieblingsorte in Valencia geworden. Ein riesengroßes rippenartiges Portal, welches als Eingang zur Ciudad de las Artes y las Ciencias gedacht ist.
Auf den ersten Blick könnte man denken es ist nur eine Art Palmengarten, aber hier sind weitaus mehr Pflanzenarten untergebracht als bloß Palmengewächse. Über 50 verschiende Pflanzenarten sind hier untergebracht, die meisten aus der Region Valencias, aber auch aus tropische Regionen. Außerdem ist hier eine Freiluft-Diskothek beherbergt,die im Sommer unter dem Namen L’Umbracle Terraza benutzt wird und im Winter als Klub Mya. Meiner Meinung nach mal eine super Location um mit seinen Freunden ein bisschen zu feiern.

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I guess that’s the moment, I fell more and more in love with the city

Do everything with so much love in your heart that you would never want to do it any other way.

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Und es ist ja nicht so dass der Palmengarten allein schon ein Kunstwerk ist, nein drumherum präsentieren Künstler ihr Können. Momentan kann man ein Kunstwerk von Francisco Simões dort betrachten: Cuerpo de Mujer.


fallas
Las Fallas ist ein außergewöhnliches Volksfest in Valencia, dass in Einzigartigkeit und Verrücktheit kaum zu übertreffen ist. Es findet immer in den Tagen vor dem Fest des hl. Josef, am 19.März statt. Am 15.März werden großen Figuren auf Plätze und Straßen der Stadt aufgestellt, die dann am Ende des Festes um Mitternacht, am 19.März verbrannt werden.
Fallas werden die Figuren bezeichnet, die aus Holz oder Pappmaché monatelang hergestellt werden und eine Höhe von bis zu 30m erreichen können. Die bunten Figuren sind oftmals politische oder kulturelle Darstellungen, die auf lustige und sarkastische Weise zur Schau gestellt werden. Es ist sogar eine Art Wettkampf, denn die schönsten Fallas werden ausgezeichnet und prämiert, bevor sie dann am Ende alle verbrannt werden. Valencia erleuchtet in dieser Nacht also besonders hell.

 

(Die beiden letzten Bilder habe ich von Google entnommen, Copyright liegt nicht bei mir.)

3 Kommentare zu „Travel Diary: Valencia, Spain (Part One)

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