Beijing in 48 Hours

Beijing oder auch Peking genannt, ist die Hauptstadt von China und meine zweite chinesische Stadt, die ich besuchen durfte. Zwar nur für gerade mal 48 Stunden, aber 2 Tage – 25 Kilometer und 33.000 Schritte später, habe ich nicht nur ein Teil der chinesischen Mauer gesehen, sondern auch die Verbotene Stadt und den Pearl Market. Und all dies nehme ich mit, auch wenn es nur für 48 Stunden war. Denn wie sagt man so schön, besser so als gar nicht!

Beijing ist eine sehr historische Stadt und beherbergt ein bedeutendes Kulturerbe.
Neben den Orten, die ich auf meiner Beijing Reise besucht habe, sind viele andere Orte auch noch sehr bedeutend und empfehlenswert – unter anderem: die traditionellen Wohnviertel mit Hutongs, den Tian’anmen-Platz & den Himmelstempel.

Jedoch ist die Hauptstadt auch berühmt berüchtigt für ihre Umweltprobleme, dazu gehört vor allem die Luftverschmutzung – der Smog!
Die Luftqualität gehört zu einer der schlechtesten in der ganzen Welt und das habe ich am eigenen Leib gespürt. Vor allem als ich in der Region der ‚Verbotenen Stadt‘ war. Eigentlich sollten wir an dem besagten Tag 15°C und puren Sonnenschein haben, aber kein einziger Sonnenstrahl kam durch die dicke Smogschicht, somit darf man sich auch nicht auf die Wetterapp verlassen, denn es ist eindeutig kälter gewesen und auch nicht sonnig. Zu dem fühlte es sich an, als hätte man Sand eingeatmet, nicht nur der Hals war ganz trocken und fühlte sich komisch an, manchmal schmerzten mir auch ziemlich die Lungen. Eindeutig keine saubere Luft!

Nichtsdestotrotz haben wir die gute Laune nicht verloren, auch nicht durch die Müdigkeit und die war auf jeden Fall da. Beijing ist mit sieben Stunden vor der deutschen Zeit. Sprich als ich in China ankam, war es gerade mitten in der Nacht bei uns in Deutschland. Der Flug ging zwar mit 8:30 Stunden ziemlich schnell um, dennoch musste ich nach der Ankunft im Hotel erst einmal schlafen gehen.
An dem Ankunftstag ging dann bei mir auch gar nichts mehr, außer abends mit meiner Crew essen zu gehen.

Die Restaurants in China können sehr laut und sehr voll sein. Manche Menschen können hier einen kleinen Kulturschock erleben, wenn sie das erste Mal dort sind. Mir persönlich, war es nach so einem langen Tag eindeutig zu laut und stressig. Aber das Essen hat fast alles wieder gut gemacht, denn das ist in Beijing einfach lecker und vor allem günstig gewesen.
China gehört natürlich zu einem der Länder, in dem es nicht immer einfach ist, etwas für Vegetarier zu finden. Mein Glück, dass ich keiner bin! Dennoch gab es viel Gemüse und die Vegetarier unter uns wurden auch satt.

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Der nächste Tag fing sehr früh an, um sieben Uhr traf ich mich mit den Mädels aus meiner Crew (Deutsche Zeit Mitternacht). Sehr müde ging es Richtung Mutianyu, einen Abschnitt der chinesischen Mauer. Eigentlich sollten uns 15°C und purer Sonnenschein erwarten, aber aufgrund des Smogs, kamen einfach so gut wie keine Sonnenstrahlen hindurch.

Mutianyu – diesen Abschnitt der Mauer kann ich nur empfehlen, denn hier ist herrscht kein Gedränge. Hier kommen zwar auch Touristen hin, aber nicht in Unmengen, so dass man keine Menschenschar auf all seinen Fotos mit drauf hat. Jedoch sollte man trotzdem sehr früh da sein. Die Fahrt dauert so ca. 1 – 1 1/2 Stunden. Die meisten Hotels können einem einen Fahrer besorgen, die einen dorthin und auch wieder zurück bringen.
Da wir zu neunt waren, kostete uns das ganze auch pro Person nur ca. 20€ und für die chinesische Mauer plus Gondelauf- und abfahrt haben wir nochmal 25€ pro Person bezahlt. Lasst es euch nicht nehmen, bei gutem Wetter mit der Gondel hinaufzufahren und mit der Rodelbahn hinunter. Ich glaube bei dem Preis tut sich nicht viel.

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Das Gefühl oben auf der chinesischen Mauer zu stehen, eines der neuen sieben Weltwunder und UNESCO Weltkulturerbe seit 1987, war einfach unglaublich.
Zuvor kannte ich die Mauer lediglich von Erzählungen, Bildern oder aus Filmen wie ‚Mulan‘, ‚Karate Kid‘ und ‚The Great Wall‘. Und jetzt Jahre nach dem ich das erste Mal den Kinderfilm Mulan gesehen hatte, stand ich nun selber auf dieser bekannten großen Mauer. Für viele ist es vielleicht nur eine Mauer, aber wenn man sich im Hinterkopf behält, wie lang die gesamte chinesische Mauer ist und in wie vielen Dynastien sie gebaut und fortgesetzt wurde, ist dass schon mega beeindruckend. Das Umland drum herum ist einfach traumhaft, trotz der Jahreszeit und des Wetters.
Ich glaube die schönste Jahreszeit für eine Reise zur Mauer ist dennoch der Frühling oder der Herbst, wenn alles erblüht bzw. sich in viele Farben färbt.

Unser Aufenthalt auf der Mauer dauerte ca. drei Stunden, somit beschlossen wir den längeren Weg zu nehmen, der mit seinem steilen Aufstieg zum Ausblick führt.

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Die Zeit verging wie im Fluge und danach ging es für uns zur Verbotenen Stadt.
Wer sich für die chinesische Geschichte interessiert muss diesem Touristenmagneten auf jeden Fall einen Besuch abstatten. Ein Audio Guide gibt es inklusive. Ihr müsst nur dran denken, dass ihr euren Pass mitnehmt. Denn den braucht ihr um das Ticket zu kaufen.

Auch die verbotene Stadt gehört zum UNESCO Weltkulturerbe!
Um 1406 wurde mit dem Bau begonnen und 1420 wurde der Bau schon abgeschlossen. Aufgrund der vielen Arbeiter brauchte das Werk nicht mehr als 14 Jahre, was einfach eine unglaubliche Vorstellung ist, wenn man einmal dort war und sich die gesamte ‚Stadt‘ angeguckt hat. 491 Jahre lang war sie Sitz von insgesamt 24 Kaisern. Erst nach 1911 wurde die Verbotene Stadt für die Bevölkerung geöffnet. Insgesamt 890 Gebäude beherbergt das Gelände. 890 Gebäude als privates Domizil des Kaisers – das ist einfach unglaublich und verrückt.
Zu dem kann man zu dem Aufbau sagen, dass die Stadt einen inneren und äußeren Hof hat. Wobei nur die kaiserliche Familie und deren Bedienstete Zutritt zum inneren Hof hatten. Das wichtigste Gebäude der gesamten Anlage ist die Halle der höchsten Harmonie. Es ist nur nicht der höchste Palast in der Stadt sondern auch während der Regentschaft der Kaiser von ganz Peking – höher durfte kein Gebäude sein. Hier wurden unter anderem alle bedeutenden Zeremonien abgehalten.

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In der gesamten verbotenen Stadt, die jährlich von neun Millionen Menschen besucht wird, gibt es fast 14.000 Drachendarstellungen. Und auch die ganzen Details an den einzelnen Bauten ist einfach der Wahnsinn. Ich finde es immer sehr beeindruckend und interessant mit welchen Materialien früher gearbeitet wurde.
Und wundert euch nicht, wenn ihr keine alten Toiletten dort vorfindet. Denn die gab es damals nicht. Die Bewohner der Stadt benutzten Bettpfannen!

 

 
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Nach unserem Besuch in der verbotenen Stadt, mussten wir uns erstmal die Bäuche vollschlagen, dass kann man sehr gut in der Umgebung. Hier findet man auch die Haupteinkaufsstraße, in der viele Shops zum bummeln einladen. Wir fuhren jedoch mit der Subway zum Pearl Market. Wir wollten uns den Fake Markt mal mit eigenen Augen ansehen und haben es teilweise direkt wieder bereut und waren nicht sehr lange dort. Es ist sehr viel dort los und sehr laut. Natürlich will jeder was verkaufen, aber wenn man sehr forsch ist und einen immer am Arm packen muss, dann bin ich dort eindeutig fehl am Platz.

Subway in Peking fahren ist sehr günstig und überhaupt nicht kompliziert. Viele Hotels haben einen kleinen Subway Plan , an den man sich orientieren kann.
Ich empfehle ebenfalls eher die Subway zu nehmen als das Taxi. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass alle Taxifahrer sehr unfreundlich waren. Keiner wollte uns mitnehmen, selbst wenn man im Taxi drin saß. Und immerhin haben wir es bei bis zu sieben Taxen versucht.

 

Im Ganzen lohnt sich eine Reise nach Beijing, vor allem wenn man auf der Durchreise ist. Ich bin zwar immer noch nicht ganz warm mit dem Land geworden, schon alleine wegen der Zeitumstellung, aber von Kultur und Landschaft her hat das Land echt viel zu bieten.

 
Bei weiteren Fragen, einfach in den Kommentaren unten schreiben!

cats

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