Meet some Orphan Elephants in Kenya

Meine Reise nach Kenia wollte ich schon seit langer Zeit mit euch teilen, jedoch wusste ich nie wie ich das Erlebte in Worte fassen soll. Ich glaube ich weiß es immer noch nicht richtig, da es einfach keine Worte für die Art Gefühle gibt, die ich dort erleben durfte. Jedenfalls keine, die dem allen gerecht werden.

Der afrikanische Kontinent hat mich schon immer sehr fasziniert und letztes Jahr war es dann endlich soweit, dass ich ein weiteres Land (abgesehen von Südafrika) dort bereisen durfte. Dieses Mal stand Kenia auf dem Plan. Als aller Erstes dachte ich an die Bevölkerungsgruppe Massai. Ich finde das Volk super interessant und würde mich wahnsinnig freuen, diese Menschen mal persönlich kennenzulernen.
Wer die Massai nicht kennt – Sie sind ein nomadisches Hirtenvolk, die vor allem im Süden Kenias und im Norden Tanzanias leben. Sie tragen zudem traditionelle Kleidung die man ‚Shouka‚ nennt. Vielleicht wissen viele von euch wem ich meine, wenn ich erwähne, dass die Massai sehr hoch springen können. Also wirklich sehr hoch!!
Das ist eine Art Tanz, der Adumu genannt wird. Bei Youtube findet ihr viele Videos davon, falls es euch näher interessiert.

Leider habe ich auf dieser Reise keinen Massai kennengelernt, dafür zwei meiner absoluten Lieblingstiere hautnah erlebt. Die, die mich kennen wissen, dass ich ein riesen Fan von Löwen und Elefanten bin, doch auch Giraffen haben in den letzten Jahren mein Herz erobert.
Aber fangen wir erst einmal mit den Elefanten an.
Ich will unbedingt Mal einen Busch-Walk machen, das ist eine Safari zu Fuß, bei der man manchen Tieren sehr nahkommen kann. Dieser Wunsch steht immer noch relativ weit oben auf meiner Bucketlist. Doch ein wenig konnte ich diesem Wunsch schon entgegen kommen ..

Denn der „The David Sheldrick Wildlife Trust„, kurz genannt auch DSWT, ist eine Wohltätigkeitsorganisation. Hier werden verwaiste Tiere aufgenommen und sich um sie gekümmert. Es ist die wohl erfolgreichste Rettungs- und Auswilderungsstation für Elefantenwaisen auf dieser Welt.
Daphne Sheldrick, leider mittlerweile verstorben, hat DSWT zum Gedenken an ihren Mann David Sheldrick im Jahre 1977 gegründet. Das tolle an diesem Ort ist, dass ihr hier sogar ein Pate der verwaisten Elefanten werden könnt. Als Pate habt ihr das Recht euren Elefanten zu besuchen, entweder in den Öffnungszeiten oder Nachmittags, wenn man vorher einen Termin vereinbart hat. Außerdem bekommt ihr regelmäßig einen Bericht über euer ‚Patenkind‘ zugeschickt.
Man kann auch vorab im Internet schon Pate eines Tieres werden. Eine wundervolle Idee um diese Tiere, aber auch diese tolle Organisation zu unterstützen.

Im Nairobi National Park öffnet DSWT für eine Stunde am Tag ihre Tore. In dieser Zeit kann man die Elefanten beobachten, wie sie ihr mittägliches Schlammbad nehmen und gefüttert werden. Es ist echt so süß mit anzusehen, wie die Dickhäuter den kleinen Hügel runter ‚gerannt‘ kommen und dann von den Pflegern per Flasche gefüttert werden. Nebenbei knabbern sie an Sträuchern oder plantschen in der Schlammpfütze. Manche von Ihnen kommen bis zur Absperrung, die nur aus einem Seil besteht, und man kann sie streicheln. Ich habe es also an den besagten Tag dort geschafft einen sehr haarigen Dickhäuterhintern zu streicheln. Da vor mir viele kleine Kinder standen, habe ich halt nur den Hintern zu packen bekommen. Immerhin!
Während man die Elefanten beobachtet, bekommt man viele Hintergrundinformationen über die Organisation erzählt, man bekommt einige Elefanten vorgestellt und erfährt wie sie gefunden wurden und in welchem Zustand sie waren bevor sie zu DSWT kamen. Super interessant und schockierend zu gleich. Ich habe teilweise echt Gänsehaut bekommen, vor allem als ich hinterher all die Fotos gesehen habe. Die Tiere mussten unglaublich leiden und waren teilweise echt in einem ziemlich kritischen Zustand bevor sie gerettet wurden. Leider gibt es heutzutage immer noch Wilderer, die Jagd vor allem auf Elefanten und ihr Elfenbein machen. Aber auch Nashörner sind immer noch sehr gefährdet, da man ihr Horn besonders in Asien als Wundermittel ansieht.

Elefantenbabies werden am meisten aufgenommen, da sie von der Herde zurückgelassen werden, wenn dessen Muttertier zum Beispiel von Wilderen gejagt und erschossen wurde. Pfleger von DSWT kümmern sich liebevoll um die Jungtiere und füttern sie per Hand bis sie selbstständig fressen können. Wenn sie älter sind und selbstständiger kommen sie vorerst in ein offenes Gehege im Tsavo Nationalpark, wo sie lebenswichtige Fähigkeiten von den anderen älteren Elefanten lernen. Sobald sie sich dann einer Herde angeschlossen haben, werden sie in die Freiheit entlassen.

Es gibt eine wundervolle Autobiografie von Daphne Sheldrick zu kaufen, die ich euch nur wärmstens ans Herz legen kann. Hier unter anderem zu kaufen. Aber auch den Film „Zurück in die Wildnis – Ein kleiner Elefant auf dem Weg in die Freiheit“ kann ich euch empfehlen. Hier zu kaufen.


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